Die Stalking-Studie der Uni Darmstadt

An der Technischen Universität Darmstadt wurde im Zeitraum von 2002 bis 2005 die bisher größte wissenschaftliche Studie zum Thema Stalking im deutschsprachigen Raum erstellt. Das Projekt war durch die Unterstützung des Weißen Rings ermöglicht worden, da staatliche Stellen eine Finanzierung abgelehnt hatten.

 

Die Ergebnisse der Studie kurz und knapp

  • Es mangelt an Hilfsangeboten für die Opfer
  • Polizei oft hilflos, bagatellisiert das Problem oder hielt das Problem für eine Privatangelegenheit
  • Durchschnittliche Dauer des Stalkings betrug 28 Monate
  • Stalker waren zu 49% Ex-Partner, zu 9% Fremde
  • 81% der Stalker waren männlich
  • Gewalttätigkeiten bei Stalking betrug 39%
  • 66% der Opfer litten unter Schlafstörungen und Albträumen
  • häufige Krankschreibungen nach Stalkingattacken
  • 55% der Stalker haben einen höheren Bildungsabschluss

 

 

Neue Studie zu Ex-Partner-Stalking bzw. häuslicher Gewalt

Bei der Studie geht es um die Erfahrungen von Frauen, die sich aus einer problematischen Beziehung gelöst haben. Ein Schwerpunkt liegt darauf herauszufinden, welche Rolle Gewalt, Drohungen und Belästigungen in Beziehungen und nach der Trennung spielen. Ziel dieser Untersuchung ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die hilfreich sind für die Beratung von Betroffenen und die es außerdem ermöglichen Risikofaktoren für Eskalationen zu erkennen.

www.stalkingforschung.de

 

Neuer Fragebogen zum Thema Gewalt bei Stalking

Neuer Fragebogen: "Befragung russischer und deutscher Stalking-Opfer"

Auf der Internetseite www.stalkingforschung.de gibt es einen neuen Fragebogen zum Thema "Der Vergleich von russischer und deutscher Kultur im Zusammenhang mit Stalking: Wird Stalking-Verhalten vom kulturellen Hintergrund der Täter und Opfer mitbestimmt? Wie sehen z.B. die Verhaltensweisen von Stalkern in den verschiedenen Kulturen aus?".

Bisher ist in Deutschland noch wenig darüber bekannt, ob und wie sich kulturelle Einflüsse auf das Täterverhalten auswirken - und welche Folgen sich daraus für die Opfer ergeben.

Wenn Sie Opfer von Stalking sind oder waren, bitten wir Sie, einen Fragebogen auszufüllen und so die Arbeit zu unterstützen. Der Fragebogen wendet sich an Personen mit russlanddeutscher, russischer oder deutscher Abstammung. Die Befragung ist selbstverständlich anonym.