Gesendet am 01.04.2007
Unsere Familie wird seit 10/06, die meiner Schwester seit 05/06 von unserem Nachbarn Herrn S* tyrannisiert. Sechs Anzeigen und eine einstweilige Verfügung brachten uns keine Abhilfe, obwohl dieser Mann bereits mehrere Jahre im Gefängnis war.
Heute wurde er gegenüber meinem Schwager tätlich. Ich habe die 110 angerufen, die Beamten haben die Anzeige aufgenommen, gemeint, wir würden ihn mit jeder Anzeige weiter provozieren und hätten durch unseren Anruf einen Polizeiwagen blockiert.
Meine Schwester hat die Vollstreckung ihrer einstweiligen Verfügung beantragt, mal sehen, ob da was passiert.
Einen Rechtsanwalt haben wir bisher nicht eingeschaltet, da dieser Nachbar nicht arbeitet und nicht gemeldet ist, wir somit ganz sicher auf unseren Kosten sitzen bleiben werden. Wir fühlen uns als Opfer von diesem Rechtsstaat im Stich gelassen.
*Namen und Orte sind der Redaktion bekannt
Nachtrag: Nach einem Telefonat mit dem Opfer wurde der Kontakt zum Weißen Ring vermittelt. Die Vollstreckung der einstweiligen Verfügung gg. unseren Nachbarn Herrn S. ist immer noch nicht durch. Nach mehreren Telefonaten mit dem Amtsgericht, einem schriftlichen Antrag, der persönlich abgegeben wurde, erhielten wir vorgestern vier Briefe von dort, dass wir die Zustellungsurkunden vorzulegen hätten.
Währenddessen treibt unser Nachbar weiter sein Unwesen. Auch seine Frau legt jetzt los. Sie schreibt fleißig unberechtigte Anzeigen an Ämter und Arbeitgeber, die z.T. durch wilde Verfolgungsfahrten festgestellt wurden.
Es ist mir ungebreiflich, dass jemand noch Auto fahren darf, wenn er sein Fahrzeug bereits mehrfach als Waffe eingesetzt hat. Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die Straftaten dieses Päarchens verursacht wird, ist sicher enorm und ich kann nicht verstehen, dass die diesen Schaden nicht abarbeiten müssen.
Zu diesem Pärchen gehören auch zwei Kinder, ca. 12 und vier Jahre alt. Kinder versuchen doch ihren Eltern zu gefallen. Das tun diese u.a. mit "Balla-Balla" zeichen, wenn sie uns sehen und Äußerungen wie: "Das möchte ich sehen, wie du die Farbe in seinen Zaun schüttest", "Da ist er ja wieder". Werden da neue Verbrecher harangezüchtet?
Mein Vater ist am 19.05. von Herrn S. mitten ins Gesicht gespuckt worden. Auch ich bin jetzt unberechtigt angezeigt worden. Am 01.04. um 17:45 Uhr soll ich Herrn u. Frau S. beleidigt und ihn angespuckt haben. Das ist dann wohl die "Retourkutsche" auf die Anzeige bei der Polizeistreife für die gleiche Tatzeit gegen Herrn S. (Zitate von Herrn S.: "Sie können mich ruhig anzeigen, das wird sowieso eingestellt. Wenn sie einen Zeugen haben, habe ich vier. ... dann steht Aussage gegen Aussage, ...")
Diese Familie lässt sich offensichtlich immer durch Makler Miethäuser vermitteln, zieht in heile Wohngebiete und mischt da kräftig auf. Miete zahlen sie auch nicht mehr.
Die Täter verfügen somit über einen gewissen Erfahrungsschatz und sind den völlig überraschten Opfern, die zu gut erzogen und juristisch zu unerfahren sind überlegen.
Am 22.05. war ich bei dem Anwalt, der meinen Mann bei der ungerechtfertigten Dienstaufsichtsbeschwerde vertreten hat, und somit unseren Fall kannte. Ich hatte mündliche Deckungszusage von unserer privaten Rechtschutzversicherung. Er hat mich erst einmal darüber aufgeklärt, was die Rechtschutzversicherung alles gar nicht übernehmen würde und hat mir geraten, die Sache nicht so an mich rankommen zu lassen.
Wir sind auf Seite 12 des Protokolls angekommen, haben unzählige Anzeigen getätigt, Verstöße gg. die einstweilige Verfügung gemeldet und deren Vollstreckung beim Amtsgericht beantragt. Angeblich haben wir alles richtig gemacht und es würde eben dauern. Alle machen nur ihren Job (sie sind ja nicht selbst betroffen) und wir fühlen uns ohnmächtig und alleingelassen.
Unser Zuhause ist kein Ort der Entspannung mehr und wir fragen uns, wann wir endlich wieder in Frieden leben können.
Gestern haben wir vom Amtsgericht erfahren, dass wir für die Bezahlung des Ordnungsgeldes durch Herrn S. mittels Gerichtsvollziehers selbst zu sorgen hätten. Die entstehenden Kosten inklusive Sätze für eventuelle Ordnungshaft (ca.90€/Tag) wären von uns vorzulegen. Da keine Aussicht besteht, das Herr S. zahlt, ist das Thema einstweilige Verfügung hier für uns zu Ende. Unser Aufwand dafür bisher: €17 für die Zustellung der einstweiligen Verfügung im Februar dieses Jahres und jede Menge Zeit und Nerven.
Fam. S. zieht endlich aus. Der Vermieter hatte auch drei einstweilige Verfügungen. Die wurden von Fam. S. nach dem Lesen mit dem Vermerk "verzogen" an das Amtsgericht zurückgesandt.
Heute hat Herr S. einen Nachbarn angespuckt, geprügelt, gebissen und anschließend verkündet: "Das wird teuer für Sie. Ich lass den Rettungshubschrauber kommen". Als der RTW kam, stellte er sich schwer verletzt, ließ sich kompliziert auf die Trage hieven und ins Krankenhaus fahren.
Später lief er wieder munter über unsere Straße, während unser echt verletzter und unter Schock stehender Nachbar noch Stunden in der Klinik zubrachte. Da Herr S. den Ruf hat, auch schon mal seinen Körper verkauft zu haben, muss unser Nachbar jetzt starke Medikamente nehmen, da die Gefahr besteht, dass Herr S. AIDS hat. Es wurde auf Anraten der Staatsanwaltschaft ein Eilantrag wegen der Zustellungsproblematik und Fluchtgefahr durch die Polizei gestellt und Herr S. heute nachmittag verhaftet.
Wir hoffen, dass der Fall S. damit für uns zu Ende geht und wir uns künftig wieder zu Hause entspannen können.
Liebe Grüße und vielen Dank für Ihre bisherige wohltuende Anteilnahme!
|