Der neue Nachbar

Gesendet am 14.02.2007

Hallo zusammen,

seit nun fast 7 Jahren werden meine Frau und ich, sowie viele unserer Nachbarn von einem Nachbarn bis aufs Blut terrorisiert.

 

Hier unsere Geschichte:

Zur Jahrtausendwende zog in unsere bis dahin ruhige und beschauliche Reihenhaussiedlung ein Mann mit seiner Lebensgefährtin ein. Schon etwa nach 2 Wochen des Einzuges erhielten meine Frau und ich Taxidienste sowie Pizzadienste, die wir nie bestellt hatten.

Taxen kamen zu allen möglichen Tages und Nachtzeiten. Sie kamen aus der näheren Umgebung oder auch aus dem 25 km entfernten nächstgrößeren Ort zu uns nach G*.

Diese Phase ging so etwa 3 bis 4 Monate. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir noch nicht an unseren neuen Nachbarn. Als nach etwa 4 Monaten der Taxen- und Pizzaterror bei uns aufhörte, fing geichzeitig dieses gemeine Spiel bei einem anderen Nachbar an.

Auch dieses Ehepaar bekam nun plötzlich Taxen und Pizzadienste nach Hause geschickt. Ebenfalls zu allen möglichen Tages und Nachtzeiten.

Zwischzeitlich wurden wir darauf aufmerksam, das der neue Nachbar immer mehr und immer stärker alkoholisiert war. In dieser Phase pöbelte er uns regelmäßig an. So verging das Jahr 2000.

Im Jahr 2001 wurden die Trunkenheitsphasen unseres Nachbarn immer dramatischer. Meist von einem Donnerstag auf den Freitag, sowie regelmäßig zu den Wochenenden waren der "Neue" und seine Lebensgefährtin maßlos betrunken.

Gut, man sollte sagen, das muß ja jeder selbst wissen, wie er mit seiner Gesundheit umgeht. Aber, daraus resultierte, das der "Neue" immer mehr gewalttätiger wurde. Er beleidigte und beschimpfte uns, er bedrohte uns, er belästigte uns.

Wir mußten uns übelste Beschimpfungen und Beleidigungen anhören und Bedrohungen wie: „ich werde dich auf dem Weg zur Arbeit töten, ich werde euch töten lassen; ich bin aus dem Mileu, ich werde eure Häuser anzünden, ich werde euch Brandbomben ins Fenster schmeißen..."

Oder Belästigungen: Beschallung durch überlaute Musik, nachts massive Schläge gegen Wände und Böden, Grillknochen und leere Dosen sowie leere Flaschen wurden in unsere Gärten geschmissen, wir erhielten unzählige anonyme Anrufe zu allen Tageszeiten, besonders auch während der Nacht.

Dies zog sich Tag für Tag, Monat für Monat dahin. Natürlich haben wir zwischenzeitlich alle möglichen Behörden eingeschaltet. Polizei, Ordnungsamt, Psychiatrischer Dienst des Kreises, Amtsarzt, Vormundschaftsrichter des Amtsgerichtes. Keiner war in der Lage, den Terror zu stoppen.

Mitte 2003 erwirkten wir eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht in G*. mit entsprechenden Unterlassungen. Hat uns das geholfen? Weit gefehlt. Das hat ihn geradezu erst richtig angestachelt. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat er Ordnungsgelder von etwa 10000 € erhalten ersatzweise etwas mehr als 100 Tage Haft. Das juckt ihn nicht, er terrorisiert uns weiter. Er beleidigt, beschimpft, belästigt und bedroht in gewohnter Weise.

Nur einige Beispiele:

Er alarmiert die Feuerwehr aus dem Ort gegen 22:00 Uhr und meldet, dass unsere Häuser in Flammen stünden. Die rücken mit dem gesamten Zug, Krankenwagen und Polizei an. Natürlich war da kein Feuer weit und breit.

Er schickt dem anderen Nachbarn eines Tages an einem Sonntag einen Priester ins Haus. "Die Ehefrau läge im Sterben und verlangte die letzte heilige Ölung". Mehrere Stunden später schickte er zum selben Nachbarn eine Prostituierte ins Haus. "Die Dame des Hauses sei ja im Moment nicht da und es würde eine schnelle Nummer verlangt".

Dazu unzählige Male schwere Schläge gegen Wände und Fußböden, gezielt zur nachtschlafenden Zeit. Ein voller Eimer mit Urin wurde über die Grenzmauer auf die Terasse geschüttet. Das Ordnungsamt teilte uns mit, dass alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft seien und wir von nun an "legal terrorisiert" werden. Die Polizeibeamten teilten uns mit, dass sie bei einem Hilferuf unsererseits erst gar nicht mehr kommen würden. Der Einsatz sei ja sowieso sinnlos.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem, was in den letzen 7 Jahren passiert ist. Ich bin mir fast sicher, dass das ein böses Ende nehmen wird, wenn nicht bald kompetent geholfen wird.

 

*Namen und Orte sind der Redaktion bekannt.

 

Nachtrag: Nach einem Telefonat mit dem Opfer wurde der Kontakt zum Weißen Ring vermittelt.